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AHS-Lehrer im ÖAAB erfreut über Initiative „Pro Gymnasium“

logo„Nach über 100 Jahren Gesamtschuldiskussion ist es an der Zeit einzugestehen, dass diese Debatte unseren Kindern und Jugendlichen keinen Nutzen gebracht, sondern nur zur Diffamierung des ursprünglich guten Images des österreichischen Bildungssystems beigetragen hat. Es ist daher ein guter Tag, wenn die Stimme der Vernunft lauter wird“, zeigt sich Mag. Matthias Hofer, Bundesobmann der AHS Lehrer im ÖAAB, über die Gründung der Initiative „Pro Gymnasium“ erfreut.

Die drängenden Herausforderungen für das österreichische Bildungswesen werden durch eine äußerst kostenintensive Umorganisation der Schule für die 10- bis 14-Jährigen nicht gelöst. Anstatt Unsummen für eine Ideologie aus dem vergangenen Jahrhundert zu verschwenden, sollten diese Mittel für wirksamere Maßnahmen vorgesehen werden, wie zum Beispiel zur Senkung der Zahl der Menschen mit Schwierigkeiten beim sinnerfassenden Lesen oder zur Unterstützung von Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern.

„Nicht für alle das Gleiche, sondern für jeden das Beste, muss das Motto in der Bildungspolitik sein. Denn den vielfältigen Begabungen und Talenten unserer Kinder kann nur ein breit gefächertes Bildungssystem gerecht werden. Insofern freue ich mich schon auf eine gute Zusammenarbeit mit dieser neuen Initiative“, stellt Hofer abschließend fest.

Dank an Lehrerinnen und Lehrer!

Ich danke den Lehrerinnen und Lehrern!
Schuljahr 2013/14 kein Grund zur Freude für die Schule!

turtscher wolfgang 2„Zu Ende des Schuljahres 2013/14 ist es angebracht, den Lehrerinnen und Lehrern herzlich für ihre wichtige und erfolgreiche Arbeit in der Schule zu danken“, erklärt Wolfgang Türtscher, der Obmann der Lehrerinnen und Lehrer im ÖAAB- Vorarlberg.“ Diese Arbeit, die immer anstrengender wird, ist von unermesslichem Wert für die ganze Gesellschaft. Dabei ist gerade das zu Ende gehende Schuljahr 2013/14 von den äußeren Rahmenbedingungen sehr schwierig gewesen; die Bildungspolitik hat der österreichischen Schule Bedingungen bereitet, die „einzigartig“ sind:

–          Ein leistungsfeindliches Lehrerdienstrecht, das Verschlechterungen für Lehrer bringt – mehr Arbeit für weniger Geld,

–          eine praxisfremde „Pädagogenbildung neu“, die eine Nivellierung erwarten lässt und es den Junglehrern zumutet, im ersten Dienstjahr (früher Probejahr, jetzt Induktion) nicht nur mehr zu unterrichten, sondern auch noch berufsbegleitend ein Masterstudium zu absolvieren,

–          die Verhöhnung der Lehrerschaft durch führende Politiker, etwa Unterrichtsministerin Heinisch Hosek (Kurier, 15.7.13: „Das neue Dienstrecht ist ein großartiges Angebot an die Lehrer.“) oder die frühere Unterrichtsministerin Claudia Schmied (“Die am besten vorbereitete Matura aller Zeiten!“)

–          die Unterstellung, Lehrer arbeiten zu wenig (Der grüne Bildungssprecher Harald Walser im Standard, 7.6.2013: „Anwesenheitspflicht der Lehrer von 30 Stunden an der Schule!“ – ohne Rücksicht auf die oft prekären Raumverhältnisse.),

–          die ständige Abwertung der verdienstvollen Arbeit unserer Sonderpädagogen durch militante Vertreter der „flächendeckenden Inklusion um jeden Preis“,

–          leistungsfeindliche Forderungen „Abschaffen der Noten und der Klassenwiederholungen“ durch weltfremde Scheinexperten,

–          die ungeheuerlichen Pannen durch das Unterrichtsministerium und das BIFIE beim Probelauf zur Zentralmatura und

–          das Datenleck beim BIFIE, das letztendlich das Vertrauen in die österreichische Schulverwaltung auf ein Minimum reduziert hat.

„Für das neue Schuljahr 2014/15 wünsche ich mir“, so Türtscher, „dass unsere Pädagogen mit mehr Selbstbewusstsein und Freude ihre wertvolle Arbeit wahrnehmen. Im Gegensatz zur veröffentlichten Meinung wird die Arbeit der österreichischen Schule von seriösen Instanzen grundsätzlich sehr positiv bewertet (79 % der befragten Österreicher waren bei einer IMAS-Umfrage Ende 2013 mit dem österreichischen Schul- und Ausbildungswesen grundsätzlich zufrieden, aber etwa nur 17 % mit der „Anständigkeit in Wirtschaft und Politik“). Schlecht gemacht wird die Arbeit der Pädagogen – aus oft durchsichtigen Gründen – von der an Sensationen („Only bad news are good news“) interessierten Boulevardpresse, von oberflächlichen und überforderten Politiker, die ihr Handeln und Tun oft am Boulevard ausrichten und von gefährlichen „Scheinbildungsexperten“ Marke Hannes Androsch, Bernd Schilcher und Andreas Salcher. Und deren Äußerungen sollten wir“, so Türtscher, „hinkünftig mit mehr Gelassenheit zur Kenntnis nehmen.“