ÖAAB-AHS: Klares Nein zur Erhöhung der Lehrerarbeitszeit!

Populistischer Wahlkampf auf dem Rücken einer ganzen Berufsgruppe ist strikt abzulehnen.

Der jüngste SPÖ-Vorstoß, dass „Lehrer und Unterrichtspraktikanten“ auch in den Ferien Schüler betreuen sollen, offenbart ein höchst problematisches Demokratieverständnis. Die einst staatstragende SPÖ hat es im laufenden Wahlkampf offenbar notwendig, eine ganze Berufsgruppe als Minderleister zu diffamieren. Ein Blick in die Lehrerarbeitszeitstudie aus dem Jahr 2000 hätte genügt, um sich diese Peinlichkeit zu ersparen.

Darüber hinaus beweist die SPÖ mit ihrem Vorschlag große Unkenntnis in der Sache selbst. Denn es war eine SPÖ-Bildungsministerin, die das Unterrichtspraktikum abgeschafft hat, folglich gibt es auch keine Unterrichtspraktikanten mehr.

Statt Dauer-Reformitis brauchen wir in der Schule wieder Ruhe, Kontinuität, pädagogischen Hausverstand und Verlässlichkeit. Statt Lehrerbashing braucht es mehr Vertrauen und mehr Wertschätzung für uns Lehrerinnen und Lehrer, denn wir leisten unter schwierigen Bedingungen eine hervorragende Arbeit.

Selbstverständlich ist es zu begrüßen, wenn Schulerhalter ihre Schulgebäude für Ferienbetreuung in den Sommermonaten zur Verfügung stellen. Klar ist aber auch, dass Kinderbetreuung primär die Aufgabe der Eltern ist. Wer das delegieren möchte, muss zumindest einen Teil der dafür anfallenden Kosten für Infrastruktur und qualifiziertes Betreuungspersonal tragen.

Ein Gedanke zu „ÖAAB-AHS: Klares Nein zur Erhöhung der Lehrerarbeitszeit!

  1. Ingrid Horvat

    Sehr gut geschrieben, unterstütt ich voll und ganz. Wenn den Sozialdemokraten nichts mehr einfällt, müssen wieder die Lehrer herhalten!

    Antwort

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