Spiegelfechterei um Gesamtschule beenden!

Matthias Hofer

Es muss wohl eine Mischung aus Ignoranz demokratischer Fakten und Justamentstandpunkt sein, wenn die beiden ÖVP-Politikerinnen Bernadette Mennel und Beate Palfrader in der Tageszeitung „Die Presse“ das Bekenntnis zum Gymnasium im Entwurf für das neue Parteiprogramm der ÖVP als „bedauerlich“ empfinden. Denn nach einem breiten und umfangreichen Meinungsbildungsprozess, der auch für Nicht-Parteimitglieder offen stand, sprachen sich schlussendlich mehr als 84% der ÖVP-Mitglieder für ein nach Leistungsvermögen differenziertes Schulsystem und damit für das achtjährige Gymnasium aus. Dies sollte nun auch in Tirol und Vorarlberg anerkannt werden.

Doch die Realität überrollt ohnehin jede Gesamtschul-Theorie. Der Anfang März 2015 veröffentlichte Evaluierungsbericht über den Gesamtschul-Vorläufer Neue Mittelschule (NMS) beklagt, dass die NMS an das Niveau der alten Hauptschulen nicht herankommt (vom Niveau der Gymnasien ganz zu schweigen), keine verbesserte Förderung der leistungsschwächsten Schüler zustande gebracht und sich sogar die Lernsituation der Lernschwächeren noch verschlechtert habe.

Der durch solche Berichte noch einmal verschärfte…

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