Wien unter dem Halbmond

QUINtessenzen

Strafen für „Integrationsunwilligkeit“, Kopftuchverbot etc. In den letzten Tagen stellt sich mir als grundsätzlich fröhlichem Menschen immer wieder die Frage, ob ich lachen oder weinen soll, denn die Diskussion entbehrt weder einer gewissen unfreiwilligen Komik noch der Symptome totalitärer Regime.

Meldemann_Ausschnitt_Wien-Plan_blog Niklas Meldemann, Detail der Rundansicht der Stadt Wien zur Zeit der Ersten Türkenbelagerung (Nürnberg 1530), kolorierter Holzschnitt, Museum der Stadt Wien (Bild von Wikimedia Commons)

In freien Gesellschaften muss es jedem (1) erlaubt sein zu wollen, was immer es auch sein mag. Wenn dieser Wille zu Handlungen führt, die die herrschenden Normen verletzen, dann – und nur dann – sind Sanktionen zulässig. Eine Beschränkung des Willens hingegen ist Gesinnungsterror und würde an den Grundpfeilern unserer demokratischen Republik sägen. Das ist der Teil der Debatte, der mich zum Weinen anregt.

Aus historischen Gründen, oftmals als Abgrenzung zu einem vorher existierenden Gottesgnadentum, gibt es eine Reihe von demokratischen Staaten, die eine sehr…

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